Samstag, 29. November 2008

GO HOOS GO!!!

Heute habe ich mal was ganz neues für euch. Da ich ja letztes Wochenende Besuch von Matthias hatte, dachte ich, dass es doch mal ganz schön wäre, zu hören, was er so von Charlottesville und meiner Umgebung so denkt. Deshalb gibt es dieses Mal einen Gastschreiber. Mehr Bilder zu meinem Trip nach Florida und zu Mazzes Besuch werden bald foelgen, im Moment bin ich recht beschäftigt. Wenn sie online sind kann man sie wieder im Picasa-Webalbum betrachten, indem man auf eines der Bilder im Bericht klickt.

Hier also nun Mazzes Bericht:

„GO HOOS GO!!!“, diesen Satz lernte ich mit als erstes, nachdem ich bei Joe für einen 5 Tages-Kurzurlaub an der UVA ankam. Aufgrund gewisser Arbeitserleichterungen für den guten Joe schreibe ich (Mazze) heut mal seinen Blogeintrag über die vergangenen 5 Tage und darüber was wir erlebt haben.

Freitagabend gegen 18 Uhr landete ich am Flughafen Baltimore, wo Joe mich abholen kommen sollte. Aufgrund gewissen unvermögens seitens der Autovermietung sollte ich aber erst einmal 3 Stunden am Flughafen warten. Als ich dann – etliche Starbucks Kaffees später – endlich abgeholt wurde ging’s auch ab nach Charlottesville. Dort angekommen sind wir auch gleich los zu einer Geburtstagsparty, die in Courtneys Haus stattfand, aufgebrochen. Neben viel gefeiere und jeder menge netter Leute haben Joe und ich unsere erste Partyschlägerei erlebt, bei der nicht nur Fäuste, sondern auch Flaschen u.ä. zum Einsatz kamen. Erst als die Polizei eintraf, kehrte im wahrsten Sinne des Wortes ruhe ein. Die Schlägereien endeten und gut 80% der Partygäste verschwand im Keller um von der Polizei nicht entdeckt zu werden, da sie noch keine 21 waren und somit das trinken von Alkohol strafbar für sie war. Nachdem die Polizei weg war, kehrte bei einigen die Partystimmung zurück und wir feierten noch bis um 4 Uhr morgens den Geburtstag.Am nächsten Morgen ging es nach einem Bagels-Frühstück bei Bodos los zum Scott Stadium. Es stand ein Footballspiel gegen Clemson an.





Es war quasi mein erstes live Footballspiel und ich muss schon sagen, er hat sich auf jedenfall gelohnt. Neben dem Spiel und den Cheerleadern gab es auch unzählige Showeinlagen in den Time-Outs und Pausen, sodass nie wirklich Langeweile aufkam. Leider verlor die UVA am Ende doch gegen Clemson.
Nach dem Spiel bekam ich eine kleine Campus-Tour und ich muss sagen, im Vergleich zur Colorado State (CSU), an der ich „stationiert“ bin, ist die UVA schon der Hammer. Die CSU ist relativ neu und deswegen schwer vergleichbar mit den historischen Gebäuden der UVA. Später am Abend, nach einem ausgedehnten Essen im College Inn, ging’s zu Mikes Haus. Es gab eine kleinere – prügelfreie – Hausparty mit lustigen Spielen, die am Ende doch zu neuen Erkenntnissen führte. So erfuhren wir z.B. bei einem Spiel ähnlich wie Tabu, dass Tony Blair ein berühmter Skateboarder war. Irgendwann ging’s dann noch in eine Bar in der wir den Rest des Abends verbrachten, bis wir ihn mit einem der berühmten „Gus-Burger“ beendeten, welche hier anscheinend ein Ersatz für den guten alten 5-Uhr-Morgens-Döner repräsentiert.

Am Sonntag durfte ich Joe dann in vollem Einsatz erleben. Es stand ein Soccergame in Crozet an der Tagesordnung. Mit grade mal 11 Leuten und energischem Einsatz von Joe (siehe Bilder) reichte es leider grade einmal zu einem 2:2. Der Ausgleichstreffer viel ärgerlicherweise 2 Minuten vor Abpfiff, aber es war trotzdem eine lobenswerte Leistung der Mannschaft!

Nach dem Spiel bereiteten wir uns dann auf unser erstes Thanksgiving vor, zu dem uns Courtney eingeladen hatte. Auch hier herrschte ausgelassene Stimmung und wie an Thanksgiving üblich gab es Essen im Überfluss. Nach dem Essen wurden einige Trinkspiele gespielt, auch eins, dass der gute Joe in die Runde gebracht hat. Gegen 1 brachen wir dann aber auf, da am nächsten Morgen der Wecker recht früh klingelte.

Denn wir fuhren in die Schaltzentrale der Amerikaner, es ging nach Washington D.C. Es wurde ein extrem langer Marsch durch Washington D.C. Downtown, da wir versuchten möglichst alle Sehenswürdigkeiten an einem Tag unter zu bekommen. Angefangen haben wir mit dem Weißen Haus und von dort ging es über das World War II Memorial zu Abraham Lincoln. Es folgten weitere Denkmäler und Regierungsgebäude, wie das Jefferson Memorial und das Capitol. Vielleicht sieht es außerhalb Downtown anders aus, aber Washington selbst war doch recht beeindruckend grün mit vielen kleineren Seen. Kann mir gut vorstellen, dass es sich im Sommer hier recht angenehm leben lässt. Später am Abend haben wir dann noch eine gute Freundin von mir von der CSU getroffen, die mit ihrer Familie und deren Freunden ebenfalls in D.C. war. Diese luden uns zum Essen in ein recht exklusiv wirkendes französisches Restaurant ein, wo mir dann etwas Lammhirn und Gänseleber angeboten wurde. Nach anfänglichem zögern hab ich es dann auch durchgezogen und ja, ich habe Hirn gegessen!?! Vielleicht bringt es ja sogar etwas, geschmeckt hat es zumindest recht interessant. Im Anschluss an das Essen sind wir dann nach Charlottesville zurück gefahren.
Der Dienstag begann relativ unspektakulär: Joe musste zur Uni. Also habe ich den Tag damit verbracht mir das Unigelände näher anzuschauen und einige Fotos zu machen. Zum Mittag trafen wir uns in der Uni-Kantine und anschließend ging ich erstmal nach Haus, während Joe im Computerlab verschwand. Am Abend dann ging es zum Basketballspiel UVA vs Liberty. Ich war recht gespannt auf das College Basketballspiel, da ich zuvor in Denver ein Spiel der Maveriks mit Dirk Novitzki gesehen hatte. Von der Sporthalle der UVA war ich echt beeindruckt, sie stand dem Pepsi Center in Denver fast in nichts nach, obwohl sie „nur“ eine Unisporthalle war. Das Spiel selber lief für die UVA nicht so berauschend. Man geriet in den ersten Minuten stark unter druck und in Rückstand. Gegen ende wurde es dann aber doch nochmal spannend, die UVA war kurz vor schluss punktgleich mit den Spielern von Liberty. Verloren dann aber in den letzten extrem schwachen 2 Minuten doch noch 78:71.

Nach dem Spiel wurde noch Pizza gegessen und Sachen gepackt, da es mein letzter Tag in Virginia war und auch Joe Virginia für eine weile verlässt um Thanksgiving bei Mike im Big Apple zu verbringen.

Tja, das waren meine Kurzimpressionen von meinem Besuch in Virginia und Maryland. Hat mir sehr gefallen und spaß gemacht. Danke Joe und GO HOOS GO!!!

Donnerstag, 20. November 2008

One small step...

Letztes Wochenende war es endlich soweit, es ging auf nach Florida, um dort den Start eines Space Shuttles aus nächster Nähe zu erleben. Als feststand, dass nicht nur Thomas und ich, sondern auch Christine und Andi zur gleichen Zeit in den Staaten sein werden, haben wir abgemacht, dass wir uns in Florida treffen und dann uns unseren Traum vom Shuttlestart erfüllen. Ich muss sagen, dass ich ziemlich stolz bin, dass wir es wirklich geschafft haben.

Hier also nun eine kurze Zusammenfasssung von diesem bedeutenden Wochenende: Am Freitag sehr früh (4 Uhr aufstehen, 5 Uhr am Flughafen) ging das ganze los. Nach einmal Umsteigen in Washington kam ich dann gegen kurz nach 11 Uhr in Orlando an. Dort traf ich wie geplant Thomas, der sich auch schon dem Wetter entsprechend in kurzer Hose, T-Shirt und Sonnenbrille gekleidet hatte. Als wir dann das erste Mal das Terminal verließen, wurden wir auch fast von der Hitze erschlagen. Knapp 30°C und das Mitte November!!! Auf dem Weg zum Hotel gab es auch schon den ersten scheinbaren Rückschlag. Mein Navigator und Dolmetscher Thomas interpretierte den Hinweis auf mögliche Staus wegen des Starts auf ein paar Autobahnschildern als Verzögerungen beim Shuttle Start. Da waren wir natürlich erstmal etwas down, schließlich bestand die Gefahr, dass wir wieder heimfliegen müssen, ohne etwas gesehen zu haben. Im Motel in Cocoa Beach wartete auch schon der Rest (Andreas, Christine und Jürgen) auf uns. Von dort ging es dann erstmal an den Strand, leider hatten wir keine Zeit ins Wasser zu gehen (vielleicht auch weil das Wasser zu kalt war). Mit dem NASA-Bus fuhren wir nach dem Abendessen zum Kennedy Space Center zur Tribüne am Banana Creek, wo man sonst nur mit einer der wenigen Karten hinkommt. Doch Jürgen sei Dank haben wir einige der begehrten Plätze bekommen. Bevor es richtig losging, konnten wir uns noch das Saturn V/Apollo-Besuchercenter anschauen. Eine große Halle, in der eine Saturn V-Rakete in Originalgröße ausgestellt ist. Das war schon ein ziemlicher Brummer damals. So gegen 19 Uhr haben wir uns dann auch zur Tribüne begeben und da konnte wir die Startrampe das erste Mal sehen. Sah sehr schön aus, so mit der Scheinwerferbeleuchtung. Um 19:55 Uhr kam endlich der finale Countdown und dann war es soweit, mit einem der hellsten Lichterscheinungen, die ich je gesehen habe, hob die Endeavor ab. Einfach unglaublich schön!!! Nach ein paar Sekunden erreichte uns auch der Schall, der auch sehr beeindruckend war. Ziemlich happy ging es danach mit dem Bus zurück zum Hotel, was auf Grund des Verkehrschaos, welches Thomas ja als vorher als Startverzögerung interpretiert hatte, mehrere Stunden dauerte. Verdammt erschöpft, aber auch sehr glücklich sind wir kurz nach Ankunft im Hotel auch ins Bett gefallen.

Am Samstagmorgen haben wir uns dann zum Kennedy Space Center aufgemacht, um die dortigen Austellungen zu sehen und eine Führung zu machen. Das war natürlich für uns LRT-Studenten fast wie Disneyland. Besonders interessant waren der Shuttlestartsimulator und als wir ganz nahe an den beiden Startrampe waren. Abends haben wir in Cocoa noch schön zu Abend gegessen. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Krabbenbeine gegessen. War schon irgendwie komisch dem armen Tier die Beine auszureißen, hat aber auch gut geschmeckt. Nachts haben wir dann in einem Club in Orlando abgetanzt. Ich denke mal wir hatten nen recht schönen Abend und da in Orlando die Clubs sogar bis 3 Uhr aufhaben dürfen, waren wir auch erst um fast 5 uhr zu Hause im Motel.

Weils Samstag doch recht späte gewesen war, ging es am Sonntag erst gegen Mittag nach Orlando Downtown. Sah recht schön aus, aber irgendwie war tote Hose und leider war es inzwischen trotz stralendem Sonnenschein nicht mehr ganz so warm (ca. 18°C). Nachdem wir Thomas am Flughafen abgeliefert hatten, sind wir noch nach Downtown Disney gefahren. Einen Teil von Disney World, der quasi ne riesige Mall ist und keinen Eintritt kostet. Später waren Andi und ich dann nochmal in zwei Clubs in Orlando, was auch nett war, aber leider war nicht mehr so viel los wie Samstag. Wurde dann auch nicht ganz so spät dieses Mal.

Montag haben sich Christine und Jürgen Richtung Miami verabschiedet und Andi und ich waren in der Astronaut Hall of Fame. War auch sehr interessant, vor allem weil sie einige recht ungewöhnliche Originalausstellungsstücke hatten. Am Ende der Austellung gab's noch ein paar Sachen zum selber machen. Als erstes haben wir uns in einen 4g-Simulator (so ein Ding, was sich im Kreis dreht) gesetzt und als wir wieder rauskamen, hatten wir doch so ein etwas flaues Gefühl im Magen. Trotzdem sind wir gleich in den nächsten Simulator und nach einem ziemlich ruckeligen Ritt auf einem Marsmobil musste ich mich schon ziemlich zusammenreißen, um nicht das Frühstück ein zweites Mal zu sehen. Bevor ich zum Flughafen musste, haben wir noch bei Hooters gegessen und so also eine weitere amerikanische Erfahrung abgehakt. Nachts um kurz vor 24 Uhr bin ich dann zu Hause in meinem Apartment angekommen.
War insgesamt ein sehr, sehr schöner Ausflug.
Hat mich wirklich sehr gefreut, dass wir das hinbekommen haben. Echt klasse Leute!!

Sonntag, 2. November 2008

Football, Nachtwanderung, Geburtstag und Halloween

Hier bin ich mal wieder! Was war los in den letzten Wochen?

Am Samstag, 18. Oktober, war mal wieder ein Footballspiel hier und dieses mal ein Abendspiel. Der Gegner war die ziemlich hochrankige University of North Carolina (UNC). Die Atmosphäre mit Flutlicht war dann auch ziemlich schön und obwohl sich das Spiel etwas hinzog wurde es am Ende doch noch spannend. Mit der letzten Möglichkeit erzielte unsere Mannschaft den Ausgleich und so ging es in die Verlängerung. Die funktioniert im Collegefootball ein wenig wie Elfmeterschießen beim Fußball. Beide Mannschaften haben eine Möglichkeit Punkte zu machen und das geht so lange weiter, bis einer verpasst. Und glücklicherwiese war das dieses Mal die UNC und so haben wir gewonnen. Als das feststand wurde das Feld gestürm. Das war wirklich ein einmaliger Anblick und ne riesen Atmosphäre.



Am selben Abend bin ich dann noch mit meinen Mitbewohnern Natalie und Cyrus zu einer Nachtwanderung aufgebrochen. Das war auch mal was anderes. Natalie geht ziemlich gerne und oft wandern und hatte daher nen recht guten Orientierungssinn, während wir beiden Männer doch eher durch die Gegend gestolpert sind. Vor allem da unsere Taschenlampe nach 10 Minuten schlapp machte. Oben angekommen am Berg hatten wir dann einen wunderschönen Ausblick über Teile des Shenandoahtals und einen absolut atemberaubenden Sternenhimmel. Leider war es auch a****kalt und so mussten wir bald schon wieder zurück zum Auto.

Die letzte Woche stand dann ganz im Zeichen zweier Großereignisse: mein Vierteljahrundertster Geburtstag und Halloween. Am Dienstag war dann also ersteres (Danke auch für alle Grüße auf Facebook, StudiVZ, SMS etc.) und zur Feier des Tages sind wir in ein teures Steakrestaurant in Downtown Charlottesville gegangen. Hat ziemlich gut geschmeckt, auch wenn wir etwas underdressed waren. Zu Hause gab's dann noch einen unheimlich süßen Geburtstagskuchen mit Kerzen, die man nicht ausblasen konnte. Am Mittwoch gab's dann eine kleine Halloweenparty in unserer Wohnung veranstaltet von Natalie. Am Donnerstag war dann meine Geburtstagsparty mit vielen meiner neuen Freunde hier in Charlottesville. Ich habe mal ein kleines Fässchen Paulaner spendiert, was natürlich bei den Amis sehr gut ankam. Freitag war dann Halloween und das ist ja hier in den Staaten ein ziemliches Ereignis. Alle geben sich voll Mühe mit ihren Kostümen und überall sind Partys. Ich war als deutscher Fußballspieler unterwegs (Sehr originell, oder?) und wir waren auf ein paar guten Parties. Gestern war dann das vorletzte Heimspiel der Footballmannschaft und natürlich war ich auch wieder dabei. Das Wetter war super (keine Wolke und so um die 28°C!!) und das Spiel ziemlich spannend. Leider hat dieses Mal der Gegner den Ausgleich in letzter Sekunde geschafft und in der Verlängerung haben unserem Quarterback die Nerven versagt. Ich hoffe, wir können wenigstens das letzte Heimspiel in drei Wochen noch gewinnen.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Streets of Philadelphia

Nachdem ich heute morgen meine letzten beiden Midterm Exams hinter mich gebracht habe, kann ich nun auch endlich mal berichten, was ich letztes Wochenende gemacht habe. Wir hatten nämlich Fall Break, d.h. dass das Wochenende bis Dienstag verlängert wurde. Die Gelegenheit habe ich natürlich genutzt, um mal ein wenig aus Charlottesville herauszukommen. Also habe ich mir am Samstag ein Auto gemietet und habe mich auf den Weg nach Philadelphia gemacht. Nach knapp 3,5 Stunden Autofahrt betrat ich dann zum ersten Mal einen mir noch unbekannten Staat: Delaware. Als die dann aber $4 Autobahngebühr für 30 Meilen schlechte Straße und Tempolimit von 55 mph haben wollten und die Frau im ziemlich trostlosen Visitor Wellcome Center keine Straßenkarte für mich hatte, beschloss ich, dass dies nicht mein Lieblingsstaat werden wird. Knapp 90 Minuten später bin ich dann auch in Pennsylvania (ebenfalls das erste Mal) und Philadelphia angekommen. Hier war schon alles freundlicher. Keine Maut, ne kostenlose Straßenkarte und bessere Straßen. Meine erste Station war der Philadelphia Sports Complex, noch etwas außerhalb der Stadt. Da habe ich mir dann ne Karte für das Eishockeyspiel der Philadelphia Flyers gegen die New York Rangers besorgt. Eröffnet wurde das Spiel von Sarah Palin, der republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin. Die wurde dann auch ziemlich ausgebuht, da Pennsylvania und Philadelphia recht demokratisch orientiert sind. Als dass Spiel dann losging stand es schon nach einem Drittel 0:4 für die Rangers dementsprechend war die Stimmung auch nicht besonders. Gott seid Dank holten die Flyers wieder auf und so war es am Ende bei einem 3:4 sehr spannend und die Stimmung kochte. Das war wirklich ein super Erlebniss. Nachdem spiel bin ich dann direkt zu meinem Hostel gefahren, da es schon recht spät war und ich sonst kein Zimmer mehr bekommen würde. Auf dem Weg dorthin konnte ich dann auch noch die nächtliche Skyline bewundern. Wunderschön! Nach fast einer Stunde herumirren in einem öffentlichen Park, bin ich dann doch noch kurz vor Büroschluss um 23:50 Uhr dort angekommen.

Am nächsten Tag stand dann die volle Dröhnung Touri-Programm an. Erst ging es mit dem Auto einmal quer durch die Innenstadt. Das ist schon ein Erlebnis und gute Nerven sollte man auch haben. Als erstes schaute ich mir dann den ganzen historischen Teil der Stadt an. In Philadelphia wurde nicht nur die Unabhängigkeit verkündet, sondern auch die Verfassung geschrieben und verkündet und es war die Hauptstadt bis Washington 1800 fertig gebaut war. Es ist schon schön zu sehen, wie die Amis es geschafft haben viele dieser alten Gebäude zu erhalten und dann rudnherum Wolkenkratzer zu bauen. Eine interessante Mischung. Am frühen Abend bin ich dann am Philadelphia Arts Museum angekommen, das zum einem durch die Rocky Filme recht berühmte wurde (Treppenrennen) und einen schönen Blick auf die Skyline erlaubt. Danach habe ich dann noch ein Philly Cheessteak gegessen. Einfach köstlich!


Da ich zufällig erfahren hatte, dass Hillary Clinton ganz in der Nähe eine kleine Wahlkampfveranstaltung halten wird, habe ich auf meinem Weg nach Hause dort mal vorbeigeschaut. Das war dann irgendwo auf einer Farm nahe einer Ministadt (wir würden wohl eher Dorf sagen). Waren ziemlich viele Leute da und ich muss sagen, dass sie wirklich ne sehr gute Rednerin ist. Mal was anderes als die üblichen Touristensachen. Auf dem Rückweg habe ich dann auch noch bei Ikea halt gemacht, da ich noch ein paar Kleinigkeiten für unsere Wohnung brauchte. Ikea sieht hier wirklich exakt so aus wie bei uns. Gegen 21 Uhr bin ich dann auch endlich wieder zu Hause angekommen und war doch recht geschafft. Ich hatte wohl verdrängt, wie langweilig das Autofahren hier oft sein kann und immerhin bin ich in drei Tagen fast 1000 km gefahren.


Noch eine Sache zum Schluss, um euch ein wenig neidisch zu machen. Die letzten Wochen waren bis auf sehr wenige Ausnahmen sehr sonnig und sehr warm. Teilweise bis zu 29°C und eigentlich immer über 20°C. Auch wenn so langsam die Blätter von den Bäumen fallen, so fühle ich mich doch fast noch wie im Sommer.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Ein paar Bilder vom Campus

Am Samstag vor dem Footballspiel habe ich dann auch mal das schöne Wetter genutzt und habe noch ein paar Bilder vom Campus gemacht. Einen Teil des Campuses konnte man ja auch schon in einem meiner ersten Posts sehen.

Eine stressige Woche

Wieder einmal ist eine Woche vorbei und dieses Mal war es eine ziemlich stressige. Als erstes gab's am Mittwoch ein sogenanntes Midterm Exam, das ist eine kleine Prüfung zur Mitte des Semesters. War in meiner ECON-Klasse und ging nur 50 Minuten, aber vorbereiten mussten man doch ein wenig was. Am Donnerstag war dann als Hausaufgabe für meine Design-Klasse ein Bericht und eine Präsentation zum Thema "Fuselage Shaping for Low Sonic Boom", da habe ich auch einige Tage drann gearbeitet. Am Freitag war dann noch ein Aufsatz in meiner Politikklasse fällig, da hatte ich etwas Schwierigkeiten genug Seiten zusammenzubekommen. Ich eben ein Ingenieur und kein Dichter.
Am Donnerstag gab es dann auch mal wieder nen Geburtstag (große Überraschung, oder?). Mike San Antonio ist 21 geworden. Das war dann auch wie eine kleine Germany Reunion, da fast alle von damals dort waren. Am Freitag war ich dann bei Prof. Elzey eingeladen. Er war damals mit der UVA-Gruppe in Stuttgart. Ich habe keinen Kurs bei ihm, aber alle, die ich kenne, schwärmen in höchsten Tönen von ihm und in Stuttgart haben wir uns auch schon sehr gut verstanden. Freitagabend also hat er nicht nur mich, sondern alle Rodman Scholars (das sind so die besten aus allen Jahrgängen an der E-School) zu sich nach Hause eingeladen. Er lebt recht weit draußen auf dem Land und hat daher auch ein riesiges Grundstück. Es waren dann so knapp 80 Studenten da und es gab lecker BBQ und ein Lagerfeuer. Außerdem habe ich zum allerersten Mal selber Football gespielt. War ganz lustig.

Gestern war dann mal wieder Football angesagt. Unsere Mannschaft hatte ein Abendspiel und dieses Mal waren sie richtig gut. 31:0 wurde die University of Maryland besiegt. Da war dann endlich auch mal ne super Stimmung, das war das beste Spiel für mich bisher.
Heute hat dann meine Mannschaft mal wieder Fußball gespielt. Nachdem einer von uns den Ball auf der Torlinie mit der Hand gestoppt hatte, waren wir dann für ca. 60 Minuten in Unterzahl. Aber wir haben uns ein 2:2 erkämpft, war also eigentlich sogar ein kleiner Erfolg!

Samstag, 4. Oktober 2008

Komische Sachen Teil III

Heute: Der iPod DJ

Für die Simpsons-Fans unter euch scheint das vielleicht keine Überraschung zu sein, denn in der Folge "Future-Drama" wurde es bereits vorrausgesagt. Dort ist ein iPod der DJ auf Barts und Lisas Highschool-Abschlussball im Jahre 2013.



Wir schreiben nun das Jahr 2008 und hier ist das bereits Realität geworden. Auf den meisten privaten Parties ist ein iPod der DJ. Dafür gibt's dann auch haufenweisen Equipment für das Gerät. Ich denke mal, dass es das teilweise auch bei uns zu Hause gibt, aber so extrem wohl noch nicht.

Mein Favorit: iPod mit Discokugel