Samstag, 4. April 2009

Collegesport

Ich dachte, ich melde mich mal wieder, auch wenn eigentlich nicht viel passiert ist. Die Uni geht ihren gewohnten Gang und so langsam aber sicher kommt das Ende des Semesters und meiner Unizeit hier immer näher. Da der Sebastian nun sein Ticket hierher gebucht hat, wird unser großer Roadtrip also stattfinden. 4 Wochen, 11.000 km das wird ein großes Abenteuer. Bevor es dann richtig losgeht, werde ich unsere Pläne hier nochmal näher erläutern.
Inzwischen kommt auch der Frühling immer mal durch. Dieses Wochenende war es sehr sonnig und über 20°C. Ich hoffe mal, dass das auch so bleibt, in den letzten Wochen gab's nach schönen Tagen meist einige recht kühle Tage und viel Regen.
Da ja nicht viel passiert ist, rede ich mal ein wenig über Collegesport. Im Moment läuft gerade die nationale Meisterschaft im Basketball, aber unsere Mannschaft war diese Saison so schlecht, dass man an eine Teilnahme bei dem Turnier gar nicht denken brauchte. Das hat dann auch unserem Trainer den Job gekostet und nur um mal nen kleinen Eindruck zu geben, wie viel Geld da so im Spiel ist, als Abfindung hat er 2,1 Millionen $ bekommen. Er hatte noch zwei Jahre Vertrag. Letztes Wochenende war ich das erste Mal bei einem Lacrossespiel. Eine interessante Sportart. Ist irgendwie wie Eishockey auf dem Feld. Das Spiel war auch recht spannend und entwickelte sich zu einem historischen Spiel. Da beim LAX (so nennt man das hier), wenn es nach der regulären Spielzeit unentschieden steht, jeweils 4 Minuten Verlängerungen angehängt werden, bis ein Team ein Tor erzielt. Nach sieben solcher Verlängerungen konnten die Cavaliers dann endlich das entscheidende Tor erzielen. Das ganze war dann das längste Männer-LAX-Spiel in der nationalen Collegegeschichte. LAX ist dann auch mal ein Sport, in dem wir ziemlich gut sind. Im Moment ist unser Team die Nummer Eins im ganzen Land und so waren dann auch knapp 5.000 Zuschauer beim Spiel. Dieses Wochenende habe ich das super Wetter genossen und habe erst ein Freundschatsspiel unseres Fußballteams, für das ja einer meiner Mitbewohner spielt, gesehen und danach war ich bei meinem ersten Collegebaseballspiel. Leider hatte ich nicht genug Zeit, das ganze Spiel zu sehen und so musste ich nach knapp der Hälfte im fünften Inning wieder gehen. Ich habe die Gelegenheit auch mal genutzt, um ein paar Bilder von unserem Sportzentrum zu machen.

Mittwoch, 11. März 2009

The Windy City

Letzte Woche war also Spring Break und ich habe die Gelegenheit genutzt, Christine in Chicago zu besuchen. Am Mittwoch ging's los und nach ein paar Stunden im Flugzeug mit Zwischenstopp in Atlanta kam ich ohne Probleme dort an. Während ich vorm Terminal auf Christine wartete, musste ich auch gleich feststellen, dass die Stadt ihrem Namen alle Ehre macht. Ein doch recht kühler Wind zwang mich, meine Mütze und die Handschuhe anzuziehen. Als wir dann aber ein wenig gefahren waren und die Sonne zum Vorschein kam, war es dann nicht mehr ganz so kalt.


Am Donnerstag waren wir dann im Museum of Science and Industry unterwegs. Dort gibt es einige sehr interessante Austellungen, zum Beispiel ein gekapertes deutsches U-Boot aus dem 2. Weltkrieg, eine Apollo-Kommandmodul und ein Nachbau eines Kohlebergwerks. Bevor wir dann wieder zurück zu Christines Zuhause gefahren sind, haben wir noch nen kleinen Spaziergang über das Gelände der University of Chicago gemacht.


Als wir am nächsten Tag am Chicagoer "Strand" waren, stiegen die Temperaturen auf doch recht angenehme 18°C. Nach einem kleinem Rundgang, bei dem es auch einige Eisschollen auf dem Lake Michigan zu sehen gab, sind wir ins Adler Planetarium gegangen. Dort haben wir uns die interessanten Ausstellungen und zwei zwei Shows angeschaut. Danach ging's noch kurz ins Shedd Aquarium, wo es viel merkwürdiges Getier und nen eindrucksvollen 4D-Film gab. Leider wurden die Delfine und die Wale gerade renoviert. Oder besser gesagt ihr Becken. Zum Abendessen gab's dann noch eine Chicagoer Spezailität: Deep Dish Pizza. Das ist eine Pizza mit nem Rand ungefähr so hoch wie ne Torte und mit dem Belag unter der Tomatensoße. War wirklich ziemlich lecker, aber auch sehr sättigend.

Am Samstag war dann auch leider das schöne Wetter schon wieder vorbei. Den ganzen Tag regnete es und die ganze Stadt war von Nebel und Wolken eingehüllt. Nach einem Abstecher bei der silbernen Bohne ging es die Magnificent Mile entlang durch die Innenstadt zum John Hancock Center. Das zweithöchste Gebäude Chicagos und Nordamerika soll den besseren Ausblick als der etwas höhere und bekanntere Sears-Tower haben. Leider haben wir oben erstmal rein gar nichts gesehen, da es zu neblig war bzw. die Wolken zu niedrig hingen. Und so haben wir unserem Audioguide gespannt zugehört über all die schönen Dinge, die wir eigentlich sehen sollten. Nach einer Weile kam uns dann aber der Wind zur Hilfe und blies die Wolken etwas zur Seite, so dass wir wenigstens ein bisschen was sehen konnten. Anschließend haben wir in der Cheesecake Factory gegessen. Neben ganz normalem Essen gibt's da natürlich auch Käsekuchen. Ich hatte nen Schokoladenkäsekuchen mit Mousse au Chocolate drauf. Einfach traumhaft!!

Da es auch am Sonntag regnete, haben wir uns ein weiteres Museum angeschaut, das Field Museum für Naturgeschichte. Die haben dort das größte vollständige Skelett eines T-Rex und einige andere sehr interessante Austellungen. Besonders die Tour durch den Untergrund mit riesigen Käfern und anderem Ungeziefer sowie die Austellung über ägyptische Mumien waren sehr gut.

Das war's dann eigentlich auch schon von meinem Ausflug in den hohen Norden. Am Montag ging's wieder zurück nach Hause, wo mich sommerliche 24°C erwarteten. Leider haben die auch nicht sehr lange durchgehalten und so ist es im Moment wieder ziemlich kalt mit etwas Schneeregen.

Winterwonderland

Rechtzeitig zum Beginn unserer Frühlingsferien (Spring Break) gab es nun auch den ersten richtigen Schneefall seit ich hier in Virginia bin. In der Nacht vom Sonntag auf den Montag hat es so knapp 2 - 3 Inches (5 - 8 cm) geschneit! Sonntagabend lief dann auch während der besten Sendezeit auf fast allen Kanälen unten ein kleines Band auf dem stand, welche Schulen und Firmen hier in der Gegend geschlossen haben. Ich würde mal schätzen, dass das fast alle Schüler zu Hause bleiben durften. Ich habe dann auch gleich am Montagmorgen nen kleinen Schneespaziergang gemacht und diese Spätwinterimpressionen eingefangen. Gehalten hat sich das ganze aber nicht lange. Als ich mich am Mittwoch nach Chicago (davon mehr im nächsten Post) aufmachte, war schon nichts mehr zu sehen und bei meiner Rückkehr am letzten Montag waren es dann schon so knapp 24°C!!
Hier also nun ein paar Bilder vom Campus im Schnee.

Samstag, 28. Februar 2009

Business as Usual

Ich weiß, bisher waren meine Beiträge in diesem Jahr nicht sehr zahlreich, aber ich denke mal, da mit meinem zweiten Semester jetzt nicht mehr so viel neu ist, sondern eher Routine wird, war das wohl zu erwarten. Trotzdem probiere ich natürlich euch auf dem Laufenden zu halten und hier und da mal eine interessante Geschichte zu erzählen.
Was war also los in den letzten Wochen? Nach ein paar recht ruhigen Wochen am Anfang des Semesters habe ich nun auch wieder genügend Dinge für die Uni zu tun. Besonders meine Aerospace Design Klasse beschäftigt mich doch sehr und so kommt es schon immer wieder mal vor, dass ich bis 21 oder 22 Uhr an der Uni bin. Für alle, die es nicht wissen, in der Klasse designen wir als Team einen überschallschnellen Passagierjet und nehmen damit an einem NASA-Wettbewerb teil. Im Moment machen wir auch gute Fortschritte und so blieben uns Nachtschichten bisher erspart. Aber es wird bestimmt auch noch einiges mehr an Arbeit werden, wenn wir Ende April das ganze einreichen müssen.
Vor ein paar Wochen hat mich dann eine schlechte Nachricht erreicht: Meine Fußballmannschaft vom letzten Semester hat sich aufgelöst. Eigentlich ziemlich schade, da es doch immer recht viel Spaß gemacht hat und wir eigentlich ne gute Ausgangsposition für die zweite Hälfte der Saison hatten. Einige meiner Mitspieler sahen, dass wohl anders und wollten nicht mehr spielen und so hatten wir nicht mehr genügend Spieler. Um wenigstens ein bisschen Fußball spielen zu können, habe ich mich der Hallenfußballmannschaft meines Mitbewohners angeschlossen. Wir spielen in der Intramural Co-Rec Liga, einer uniinternen Liga mit gemischten Mannschaften. Dummerweise haben wir alle unsere Gruppenspiele verloren und dass obwohl wir mit unserem neuem Mitbewohner Diego nen U23-Nationaltorhüter im Team hatten. Letzten Donnerstag war dann das erste Playoffspiel, bei dem wir natürlich gegen eine ziemlich gute Mannschaft antreten mussten. Dieses Mal spielten wir auch ziemlich gut und konnten für fast 38 Minuten unsere Führung verteidigen, teilweise sogar mit 4 Toren Vorsprung. Leider haben wir dann 2 Minuten vor Schluss den Ausgleich kassiert und 20 Sekunden vor dem Abpfiff gab's dann noch das entscheidende 8:9. Damit war dann unsere IM-Saison beendet.
Neben selber Sporttreiben ist dieses Semester natürlich auch wieder Sportschauen angesagt. Das Frühlingssemester ist traditionell die Zeit für Basketball und so habe ich mit Mike auch ein paar unserer Spiele beuscht. Meist waren die jedoch nicht besonders erfolgreich, da die Cavaliers nicht gerade als sehr gute Mannschaft bekannt sind. Aber immerhin konnten wir gegen unseren großen Rivalen, die Hookies von Virginia Tech, gewinnen. Das war dann auch ein ziemlich gutes Spiel und die Stimmung in unserer hochmodernen Arena war am Kochen.

Nachdem ich in der letzten Woche mal wieder ein paar Midterm Exams geschrieben habe, sind nun eine Woche lang Ferien. Ich werde die Gelegenheit nutzen um Christine in Chicago zu besuchen. Am Mittwoch geht's los und ich freue mich schon riesig. Danach habe ich bestimmt auch wieder etwas zu berichten.

Sonntag, 1. Februar 2009

Super Bowl XLIII

An der Uni ist im Moment nicht viel los, daher schreibe ich mal ein bisschen was über das Ereignis, das die Amerikaner wirklich bewegt: der Super Bowl!


Heute Abend war es also soweit, die beiden besten Teams der NFL trafen in Tampa Bay, FL aufeinander. Die Arizona Cardinals und Pittsburgh Steelers. Für die Amerikaner bedeuted das ein Abend mit Freunden und viel Essen und Trinken. Ich war bei Courtneys Freund Pat mit vielen anderen Freunden. Traditionel gab es reichlich Chicken Wings in allen möglichen Geschmacksrichtungen und unendlich viel Knabberzeug und Süßigkeiten zum Essen. Ein wichtiger Teil des Super Bowl Abends sind zum einem die Werbungen in den Pausen, von denen die meisten extra für dieses Ereignis produziert werden (z.B. für den neuen Star Trek Film) sowie die Halbzeitshow. Dieses Jahr haben Bruce Springsteen und die E-Street Band ordentlich gerockt und ziemlich was geboten für ihr Alter. Der Boss kommt übrigens im Mai sogar nach Charlottesville in die John Paul Jones Arena. Das Spiel selber darf natürlich auch nicht vergessen werden. Mein Team, die Philadelphia Eagles, waren leider in der NFC Championship (dem Halbfinale) gescheitert und so feuerte ich wie die meisten anderen Anwesenden die Cardinals, den Underdog, an. Zum Ende hin entwickelte sich das Spiel zu einem wahren Krimi und wir haben wirklich ziemlich mitgefiebert. Am Ende setzte sich aber doch der Favorit durch und so konnten die Steelers nach einem 27 - 23 die Vince Lombardi Trophy mit nach Hause nehmen. Insgesamt war es wirklich ein super spannendes Spiel und wie viele meinten, einer der besten Super Bowls aller Zeiten und auch mal wieder richtig schönes All-American Erlebnis.

Samstag, 24. Januar 2009

Nr. 44, übernehmen Sie!

Letzten Dienstag war es endlich soweit, nach einem erbitterten Wahlkampf und einer spannenden Wahlnacht wurde Barack Obama als 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt. Auch wenn ich leider doch nicht nach Washington gefahren bin, um dem ganzen beizuwohnen, so war es doch auch hier in Charlottesville ein großartiges Ereignis. Wir haben extra dafür drei Stunden unifrei bekommen, damit wir das ganze Spektakel auch sehen können. Gezeigt wurde es dann auf so ziemlich jedem Monitor an der Uni und auf dem riesigen Videowürfel unserer Basketballarena, wo meine zwei Mitbewohner und ich das ganze verfolgten. Dort waren dann zwar keine 2 Millionen Menschen wie in der Hauptstadt, aber doch immerhin knapp 3.000 Leute und eine großartige Stimmung. Man hat richtig gespürt, dass hier etwas historisches passiert.

Da ich an dem Tag nichts besseres zu tun hatte, habe ich mir auch gleich noch die ganze Parade angeschaut, auch wenn das bis knapp 19 Uhr ging und nicht wirklich viele Überraschungen bot.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Tour de USA (New York - Orlando und zurück)

Wie ja bereits im letzten Eintrag erwähnt, waren in den letzten Wochen Ferien und ich hatte Besuch von meiner Schwester. Nun will ich also mal berichten, was wir so unternommen haben.

Nachdem die letzten Klausuren geschrieben waren, hat sich Charlottesville recht schnell gelehrt, weil natürlich alle Studenten für die Feiertage nach Hause gefahren sind. Am Mittwoch hat mich dann auch der letzte meiner Mitbewohner verlassen und so war ich bis Samstag doch recht alleine hier. Am Samstag dann war es endlich soweit und ich konnte meine Schwester am Ronald Reagan National Airport in Washington, D.C. abholen. Nachdem wir bei mir in Charlottesville übernachtet hatten, ging es am Sonntag zurück nach D.C. für unsere erste Station auf unserem Roadtrip. Am ersten Tag dort haben wir einen Rundgang durch das Zentrum der amerikanischen Hauptstadt gemacht. Inzwischen habe ich ne ganze gute Route gefunden, um meinen Gäste das wichtigste dort zu zeigen. Ich sollte mich vielleicht mal als Vollzeitfremdenführer anbieten. Am zweiten Tag wollten wir eigentlich auf das Washington Memorial, aber das war wegen der äußerst starken Winde gesperrt. Und es war wirklich a****kalt an dem Tag. Wir sind dann zum erst vor ein paar Wochen neueröffneten Besucherzentrum des Capitols gegangen. Ich muss sagen, das sah schon ganz nett aus innen und das ganze war sogar umsonst. Nach dem Sightseeing sind wir dann in Tyson's Corner in einer riesigen Mall shopping gegangen.

Nach Washington ging es weiter nach New York City. Nach einer recht unspektakulären Fahrt gaben die Batterien meines Navigationsgerätes natürlich gerade an einem äußerst wichtigen Autobahnkreuz ihren Geist auf und leider entschied ich mich gerade für die falsche Ausfahrt. Nachdem wir das Gerät wieder zum Laufen gebracht hatte, mussten wir natürlich wenden, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Durch den Lincoln-Tunnel erreichten wir dann schließlich Manhattan. Auch dort hatten wir wieder Probleme mit der Technik und so waren wir im besten Manhattan-Rush-Hour-Verkehr auf uns gestellt. Ich kann euch sagen, das war schon ein ziemliches Erlebnis. Hupen ohne Ende und drei Grünphasen ohne irgendeine Bewegung und dann kam sogar noch ein Feuerwehrtruck von hinten an. Knapp 2,5 Stunden später als geplant sind wir dann auch endlich am Hotel angekommen. Zum Abendessen haben wir dann Thomas und Jutta getroffen, die bereits ein paar Tage in New York verbracht hatten. Nach dem Abendessen sind wir dann noch hoch aufs Empire State Building. Das schier unendliche Lichtermeer, was man dort sieht, ist schon sehr beeindruckend. An den nächsten beiden Tagen haben wir dann die meisten der bekannten Touristenattraktionen besucht: Ground Zero, Rockefeller Center, Central Park, Grand Central Terminal, Wall Street und Freiheitsstatue. Von New York City aus ging es weiter nach Plainview, Long Island. Dort verbrachten wir nen ruhigen Tag bei Mike zu Hause und konnten dann am nächsten Tag wieder Richtung Süden aufbrechen.

In New Jersey besuchten wir als erstes Courtney und fuhren anschließend mit ihr und ihrem Bruder nach Philadelphia, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen wollten. Auch in Amerikas ersten Hauptstadt absolvierten wir das übliche Touristenprogram und abends ging es noch auf die Schlittschuhbahn gleich neben der imposanten Benjamin Fanklin Bridge. Nach einem kurzen Stopp in einem Outlet Center irgendwo in Pennsylvania kamen wir gegen Abend in Alexandria, direkt gegenüber von Washington am Potomac gelegen, an. Nachdem wir bisher meist in Motels übernachtet hatten, war die Suite im Sheraton dieses Mal doch eine angenehme Abwechslung. Leider hatte ich keine Badehose dabei und so konnte ich unser Schwimmbad gar nicht ausprobieren. Nach einem weiteren ziemlich kalten und windigen Tag in der Hauptstadt haben wir nachts dann mit Courtney, Patt und ein paar weiteren Freunden in Alexandria Silvester gefeiert. Hierbei muss man sagen, dass Silvester (und ich glaube, da stimmt meine Schwester überein) in Deutschland irgendwie aufregenter ist. Kein Feuerwerk und vor allem war um 2 Uhr Schluss mit der Party. Ich war doch recht überrascht, dass sogar in der Silvesternacht die Bars in Virginia Sperrstunde haben. Am Neujahrstag saßen wir wieder im Auto und kehrten schließlich zum Ausgangspunkt unserer Reise zurück, Charlottesville.

In Charlottesville konnte ich nun endlich meiner Schwester mal zeigen, wo ich meine letzten fünf Monate fern der Heimat verbracht habe. Ansonsten stand Entspannen auf dem Plan, da nämlich für den nächsten Tag bereits der zweite große Teil unserer Reise anstand. Nachdem wir bisher meist Kälte, Wind und sogar ein wenig Schnee hatten, sollte es nun in den warmen Süden gehen. Jacksonville, Florida und schließlich Orlando hießen unsere weiteren Ziele.

Also saßen wir am nächsten Tag wieder im Auto und auf ging es durch Virginia, North und South Carolina, Georgia und schlussendlich nach Florida. Mit jeder Meile südlicher stieg das Thermometer im Auto um ein Grad und so waren es am Ende statt 40°F (4,4°C) auf 74°F (23,3°C) und das im Januar so gegen 21 Uhr. Den nächsten Tag verbrachten wir hauptsächlich am Strand. Auch wenn das Wasser doch zu kalt war zum Baden, so konnte man sich doch schön am Strand erholen und nen ordentlichen Sonnenbrand holen. Kurz bevor wir den Strand verlassen haben, sahen wir sogar noch einen Schwarm Delphine vorbeischwimmen. Das erste Mal, dass wir welche außerhalb von Zoos und Aquarien gesehen haben! Am Morgen darauf ging's wieder früh los, undzwar nach Orlando zu Disney World. Bei sehr angenehmen 82°F (27,8°C) haben wir viel Spaß gehabt und mussten sogar nur ganz wenig anstehen. Der krönnende Abschluss des Tages bot dann das an Silvester so schmerzlich vermisste Feuerwerk. Leider war damit dann aber auch der eigentliche Urlaub vorbei. Am nächsten Morgen ging's wieder für knapp zwölf Stunden mit dem Auto zurück nach Charlottesville. Auch wenn die lange Fahrt nicht gerade sehr aufregend war, so ist es doch interessant zu sehen, wie verlassen so manche Gegenden (besonders in South Carolina) hier sind. Nachdem wir wohlbehalten auch diesen Part überstanden hatten, musste ich meine Schwester am nächsten Tag schon wieder nach Washington zum Flughafen fahren. Die Gelgenheit habe ich dann auch genutzt, um mir das National Air and Space Museum dort anzuschauen.

Ich hoffe Teresa, dir hat dein kleiner Urlaub hier gefallen. Ich fand es auf jeden Fall sehr schön, dass du mich hier besucht hast und ich denke mit den 3.300 Meilen (5.300 km) konnte ich dir nen schönen Überblick über die USA (zumindestens über die Ostküste) geben. Auch danke an meine Eltern, die das ganze gesponsort haben.